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Die Redewendung alles unter Dach und Fach bringen, bedeutet, dass alles erfolgreich abgeschlossen ist. Eine Interpretation der Redewendung leitet dies von der Tatsache ab, dass ein Haus(bau) früher als fertig betrachtet wurde, wenn das Dach und die Gefache fertiggestellt waren. Lutz Röhrich leitet dies in seinem Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten von dem Bergen der Ernte in den bäuerlichen Lagerräumen ab.
Die Redewendung jemandem aufs Dach steigen stammt aus der germanischen Frühzeit und bedeutet soviel wie 'jemanden zurechtweisen' und 'öffentlich bloßstellen'. Sie leitet sich von dem alten Brauch ab, einem Mann das Dach abzudecken, wenn dieser gegen die Ordnung verstoßen hat. Unter Ordnung ist dabei sowohl die Rechtsordnung zu verstehen wie auch die moralisch gesellschaftlichen Regeln. So wurde insbesondere dem das Dach abgedeckt, der die Herrschaftsstellung im Haushalt an seine Frau verloren hatte oder von ihr geschlagen wurde. Der Brauch wurde hauptsächlich von den Nachbarn durchgeführt, die den Mann damit bloßstellen wollten. Das Dach steht dabei synonym für Haus, Schutz und Sicherheit. Der so diskreditierte Mann musste das Dach auch alleine wieder richten. Das Dachstübchen wird mit dem Verstand/Kopf gleichgesetzt. Wenn jemandem ein Dachschaden nachgesagt wird, meint man, dass er im Kopf „nicht ganz richtig" ist. [Quelle WIKI] |
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